Welche Bereiche können gesteuert werden?
Zu den typischen Elementen gehören:
- Mobiltelefon
- Türen und Türgegensprechanlagen
- Lift oder Treppenlift
- Licht
- Fenster und Storen
- Heizung
- TV und Radio
- Pflegebett
- Ruf- und Notrufsysteme
- Computer, Tablet oder Laptop
Viele Funktionen lassen sich heute bereits mit handelsüblichen Technologien steuern, zum Beispiel über Bedienhilfen im Smartphone/Tablet oder PC, über Apps für Lampen oder Gegensprechanlagen oder über Sprachsteuerung. Für komplexere und verlässliche Gesamtlösungen braucht es jedoch das Wissen von Spezialist:innen. Meist kommen App-basierte Sendegeräte zum Einsatz, bei denen das handelsübliche Smartphone oder Tablet als Display eingesetzt wird. Je nach individuellen Möglichkeiten der Nutzer:innen können diese über den Touchbildschirm, Kopf- oder Augenbewegungen, den Mund, die Stimme, separate Schalter oder über den Joystick des Elektrorollstuhls bedient werden.
Welche Installationen sind notwendig?
Damit Türen, Storen, Licht, Fenster oder Bettsysteme angesteuert werden können, müssen häufig zusätzliche Komponenten installiert werden, etwa Fensteröffner oder Empfängermodule am Licht, bei der automatischen Türe oder bei der Store. Diese Arbeiten erfordern die Zusammenarbeit von Elektriker:innen, Tür- und Storenfachleuten sowie Spezialist:innen für Sendegeräte. Sie planen und konfigurieren die Systeme individuell und installieren sie nutzbringend am Hand- oder Elektrorollstuhl sowie beim Pflegebett.
Was gilt am Ausbildungs- oder Arbeitsplatz?
Bei Auszubildenden oder berufstätigen Menschen wird der Arbeitsplatz ebenfalls berücksichtigt. Dort liegt der Schwerpunkt häufig auf der Bedienung des PCs. Je nach Bedarf kommen Spezialmäuse oder Steuerungen über Kopf‑, Augen- oder Mundbewegungen, Sprache oder Spezialtastaturen zum Einsatz.
Welche konkreten Hilfsmittel gibt es?
Im Bereich Umweltkontrolle stehen unterschiedlichste technische Hilfsmittel zur Verfügung. Die folgende Aufzählung ist nicht abschliessend, zeigt aber die wichtigsten Lösungsansätze, die je nach Einschränkung und Lebenssituation eingesetzt werden können.
Mögliche Lösungen oder Teillösungen:
- Appbasierte Sendegeräte für das Mobiltelefon oder Tablet
- Kombinierte Tabletcomputer als Kommunikationshilfe und Umweltkontrolle
- Antriebe für Storen, Fenster und Türen
- Smarthome-Lösungen
- Spezialgeräte und Software zur Bedienung von PC oder Tablet über Kopfbewegung, Augenbewegung oder Mundsteuerung
- Spezialtastaturen
- Spracherkennungssoftware
Was sollten Klient:innen besonders beachten?
Mietwohnung, Eigentum, Neubau oder bestehende Wohnung
Grundsätzlich kann jede Wohnung nachgerüstet werden. Wer jedoch einen Haus- oder Wohnungsbau plant, kann die Umfeldkontrolle meist mit deutlich weniger Aufwand integrieren. Wichtig ist, sich frühzeitig von der SAHB oder von Spezialist:innen für elektronische Hilfsmittel beraten zu lassen.
Finanzierung
Die Finanzierung der Lösung wird je nach Situation komplett- oder teilfinanziert über die IV. Dies kann, je nach Wohnsituation (d.h. Privat oder in einer Institution), Behinderungsart, baulichen Voraussetzungen, Betreuungsituation anders ausfallen.
Welche Vorabklärungen sind erforderlich?
Bei Mietwohnungen macht es Sinn, im Vorfeld abzuklären, inwiefern der Vermieter mit entsprechenden Installationen einverstanden ist. Weiter können bei der SAHB Informationen über Möglichkeiten der Finanzierung eingeholt werden.
Wie läuft die Umsetzung ab?
Die Bedürfnisse müssen sorgfältig abgeklärt, die Lösung geplant und die Kosten ermittelt werden. Danach muss die Finanzierung durch die IV bewilligt werden. Anschliessend werden alle Komponenten koordiniert eingebaut, geliefert, konfiguriert und die Nutzer:innen im Umgang damit geschult.